Danfoss übernimmt steirischen Biomasse Spezialisten Nopro!

Autor: Michaela Steinbichler, 29. September 2006

Danfoss hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Nopro Wärmesysteme zu 100 Prozent unterzeichnet und abgeschlossen. Die Übernahme wird rückwirkend per 1. Januar 2006 finanziell in Kraft treten. Nopro hat seinen Sitz in Österreich. Nopro vermarktet Übergabestationen und Regel-Komponenten und hat sich der Ausstattung und Optimierung der Nah- und Fernwärmenetze aus Biomasse verschrieben. Das Unternehmen beschäftigt 35 Mitarbeiter und erzielte 2005 einen Umsatz von rund fünf Millionen Euro.

Der Markt für Fernheizsysteme auf Basis erneuerbarer Energie konzentriert sich primär auf Österreich, Süddeutschland und Norditalien. Sein durchschnittliches Wachstum per anno wird in den kommenden Jahren auf über 15 Prozent geschätzt.

 

„Wir betrachten Biomasse-Fernheizsysteme als Nische mit beachtlichem Potenzial. Bereits heute sind wir Marktführer im Bereich der Übergabestationen und Steuerungen. Nopro bringt wertvolles Wissen und Kompetenzen auf dem Sektor der Biomasse-Systeme ein und besitzt einen hohen Anteil an diesem gegenwärtig schnell wachsenden Markt. Darauf aufbauend, sind wir überzeugt, dass wir gemeinsam zukünftig einen beträchtlichen Einfluss auf diesen Markt nehmen können,“ sagt Vorstandsmitglied und COO der Danfoss A/S Niels Bjørn Christiansen.

 

Die Firma Nopro in Katsch wird das Danfoss Kompetenzzentrum für Lösungen im Bereich der Biomasse-Fernheizsysteme. Gleichzeitig führt Danfoss seine österreichische Verkaufsorganisation im Bereich Fernwärme zusammen. Nopros Geschäftsführer Hugo Zeiler bleibt in dieser Funktion.

 

„Mehr und mehr verlangt der Markt nach intelligenten Gesamtlösungen, und zusammen können Nopro und Danfoss diese Forderung qualifiziert erfüllen. Auch hoffen wir, auf lange Sicht über die etablierte Danfoss Verkaufsorganisation neue Märkte für die Biomasse-Technologie zu erschließen,“ sagt Senior Vice President der Danfoss District Heating, Troels H. Petersen.

 

Österreich ist ein Pionier-Markt für Fernheizsysteme auf der Basis erneuerbarer Energie. Hier arbeiten im Moment mehr als 400 Anlagen, die üblicherweise über jeweils 100 bis 200 Anschlüsse verfügen. Biomasse betriebene Fernheizungen nutzen ein System, das bis zu 50 Prozent wirtschaftlicher arbeitet, als herkömmliche Einzel-Öl- oder Gasbrenner.

 


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